2. Bogenturnier "Rund um die Gotzenmühle" bei Abenberg

Nachdem ich im letzten Jahr leider am 1.Turnier nicht teilnehmen konnte, wollte ich es dieses Jahr nicht missen. Mir wurde viel berichtet. Es sei teilweise sehr weit gestellt und der Parcours habe eine Länge von 12 km, was schon sehr lang ist. Ich war gespannt. 

Freitag, 15.10.2010

Armin und ich machten uns auf den Weg in Richtung Ansbach. Da auf der A3 ein Stau von 16 km angesagt war, beschlossen wir auf der A73 zu bleiben und durch Nürnberg zu fahren. Aber da war es auch nicht viel besser. Unfälle und Feierabendverkehr machten die Autobahn dicht. Im "Stop and Go" tasteten wir uns zentimeterweise voran. Nach 2,5 Stunden kamen wir endlich im Gasthof "Zur Linde" an, wo wir unsere tollen Zimmer bezogen. Der Besitzer hatte umgebaut und daher waren alle Zimmer neu eingerichtet. Leider war die Gaststätte noch nicht fertig und so wichen wir zum Abendessen in die "Gotzenmühle" aus. Dort trafen wir die ersten Bogenschützen und wir ergatterten im vollen Gastraum noch 2 Plätzchen bei einem Päarchen aus Österreich, die extra für dieses Turnier angereist waren. Später erfuhr ich, dass auch Schweizer gekommen waren. Bei einem Ochsen-Kotlett und einem Mühlenspieß kamen wir mit den Österreichern ins Gespräch. Es war sehr interessant, zumal Armin und ich geplant hatten in naher Zukunft ein verlängertes Parcours-Wochenende in Österreich zu machen. Wir bekamen viele wertvolle Tipps. Am späten Abend einigten wir uns auch noch am nächsten Tag zusammen in einer Gruppe zu schiessen. Danach ging es zurück zum Gasthof.

Samstag, 16.10.2010

Nach einem feudalen Frühstück ging zur Gotzenmühle, wo der Treffpunkt war. Markus und Margot hatten und bereits in die Gruppe 26 eingetragen. Der Weg zu unserem Ziel war also recht kurz. Das Wetter hatte aber gar kein Einsehen mit uns. Ständig nieselte es. Das kann einen auf die Dauer ziemlich mürbe machen. Drei-Pfeilrunde vom rotem Pflock war angesagt. Die Abenberger hatten einige tolle Schüsse gesteckt. Ein Krokodil mit im Teich. Wer daneben schoss, dessen Pfeile wurden von einem Mann mit Faltboot wieder eingesammelt.

 
Das Krokofil

Der nächste Schuss war der Tunnelschuß auf die Ratten, die im Tunnel kaum zu sehen waren. Aber die Krönung war der Schuß auf den Karpfen unter Wasser. Sehr schwer, da man aufgrund der Lichtbrechung nicht einschätzen konnte, wie man schiessen soll. Auch hier wurden die Fehlschüssen von einem Abenberger aus dem Wasser gefischt. Die nassen Feder spielten eh keine Rolle, da inzwischen alle Pfeile durch den Regen naß geworden waren. Danach kamen Schüssen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. So auch ein Schuß auf einen Bison bergab, der auf ca. 55 m stand. Ein Wahnsinnsschuß.

Der Schuß auf den Bison

Nach der 2. Doping-Station, gestärkt durch eine höllisch scharfe Gulaschsuppe, sollten uns 2 weitere Highlights erwarten. Ein Schuß mit Sonderwertung. Man hatte 3 Rehe zur Auswahl in unterschiedlichen Entfernungen. Nah, weit und "am Horizont".  Die Wertung für Kill (1. 20 Pkte, 2. 30 Pkte, 3. 40 Pkte). Jetzt ratet mal auf welchen Rehbock von uns geschossen wurde...... Nach dieser Ernüchterung, mußten wir Vögel mit Flu-Flus treffen, die wie ein Mobile in der Luft hingen und sich ständig bewegten. Nach ca. 7 Stunden war wir dann mehr oder weniger fit und durchweicht wieder zurück.
Nach einer heissen Dusche fuhren Armin, Dietmar, Helga und ich in den Nachbarort, wo wir im "Roten Ross" ein gutes fränkisches Essen zu uns nahmen. Danach zurück zum Gasthof, wo ich dann auf dem Bett liegend während des "spannenden" Klitschko-Kampfes einschlief.


2 sehr schöne und auch weite Schüsse

Sonntag, 17.10.2010

Heute sollte es besser für mich laufen. Das Wetter schien zu halten und so stand meinem Vorhaben ein paar Plätze gut zu machen nichts mehr im Wege. Auf dem Weg zum Treffpunkt fiel mir sofort auf, dass wesentlich weniger Autos auf den Parkplätzen standen. Anscheinend waren viele Schützen bereits abgereist. Eigentlich schade, da sich die Abenberger sehr viel Mühe mit dem Parcours gegeben hatten. Das hatten sie nicht verdient. Doppel-Hunter vom blauen Pflock war angesagt. Die Entfernungen waren in etwa die Gleichen wie am Vortag, nur der Winkel anders. Das Schwierige an der Doppelhunter ist, dass man den 2. Pfeil nach einem guten bis sehr guten 1.Pfeil ebenfalls gut platziert. Dass diese Art seine eigenen Gesetze hat sah man dann an den Ergebnissen. Manche verbesserten sich, andere verschlechterten sich.

Noch 2 tolle Schüsse

Fazit:
Das Turnier sollte in keinem Turnierkalender fehlen. Allerdings sind ca. 24 km in 2 Tagen auch nicht jedermanns/-frau Sache. Aber es ist machbar. Auch die Entfernungen zu den Zielen.

Vielen Dank an meine Gruppe 26 für 2 schöne Tage mit euch. Man sieht sich.
Die Gruppe 26

 Der Autor

Euer Jürgen

Bilder sponsered by Armin und daher liegt auch das Copyright bei ihm.  Lieben Dank dafür.

Montag, 25. Oktober 2010

46. Feldturnier "Wilde Sau" Hammelburg

Am 2. Wochenende im November fand das 46. "Wilde Sau"-Turnier in Hammelburg statt. Manfred und sein Team hatten, wie schon im letzten Jahr, einen guten Draht zu Petrus und so schickte dieser unser ein wunderschönen goldenen Oktober-Sonntag. Auch beim Stellen des Parcours zeigte sich die Professionalität, die die Hammelburger an den Tag legten. War ich schon vom letztjährigen Parcours beeindruckt, so wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Was sich dem Schützen nach dem Rückzug des Morgennebels bot, war erste Sahne. Dieses Turnier bewies eindeutig, dass man nicht weit stellen muß, um ein schwieriges Turnier auszurichten. Natürlich gab es auch den einen oder anderen Weitschuß z.b. auf ein Bison, aber das war die Ausnahme. Vielmehr waren es das gekonnte Stellen, welches nicht viel Raum für einen Schußkanal bot. Präzises Schießen war also angesagt. So bekam man so manchen "Trickschuß" zu sehen. Das Catering war ebenfalls sehr gut und reichhaltig. 

Doch nun ein paar Bilder von diesem Tag:

So sah der goldene Oktober-Sonntag aus

Es herrschte jederzeit gute Laune


Man ruhte sich aus oder genoß die wunderschöne Aussicht
Bogdan und Michi begutachten die Trefferlage
 
Stefan bei seinem Trickschuß auf den Bären. Man beachte die graziöse Haltung. :-))

Der "Doppeltreffer" von Stefan. Der Pfeil ging nach einem Baumtreffer zu Bruch. Der hintere Teil steckte im Kill, der vordere Teil (rechts) im Körper. Wie das möglich war? Keine Ahnung.

In der Gruppe war jeder für den anderen da. So wurde sogar während des Schusses Schaden gespendet.

Und hier die lustige Truppe auf einem Blick
(Michi, Stefan, Bogdan, Martin und Josef)
Meine Wenigkeit stand hinter der Kamera

Vielen Dank an alle Beteiligten für einen wunderschönen Turniertag. Ich hoffe man sieht sich nächstes Jahr wieder. 

Nur zwei Geheimnisse werden wohl nie geklärt werden. Können Wasseradern den Pfeilflug beeinflussen? Und warum wollte Bogdan nach der Hälfte des Tunieres abspannen? Fragen über Fragen.

Euer Jürgen

Sonntag, 24. Oktober 2010

 
Hit Counter