2.Jagdbogenturnier im Hallgrund 2011

Letztes Wochenende war es wieder soweit. Die Bogenschützen aus Mengersgereuth/Hämmern veranstalteten ihr 2. Jagdbogenturnier im Hallgrund. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hatten sich wieder jede Menge Bogenschützen aus nah und fern eingefunden. Die weiteste Anreise war 200 km.

 Beim Einschiessen

Die Frauen und Männer um Stephan Priller hat sich wieder jede Menge "Gemeinheiten" einfallen lassen, um uns ein abwechslungsreiches und schweres Turnier zu stellen. Der Spaß stand trotzdem an 1. Stelle und ich denke mal, es wurde niemand enttäuscht. Das Wetter spielte auch mit und so war einem schönen Turniertag nichts im Wege. Das Gelände bot alles was das Herz des Bogenschützen begehrt. Zahlreiche Bergauf- und Bergabschüsse, ein fliegender Milan, Enten, die in einem kleinem Bach tümpelten, ein Tunnelschuß auf eine Gams, und und und.... Das Gelände wurde einfach optimal ausgenutzt.


Das absolute Highlight dabei war der fliegende Milan, der in einen Affenzahn an einem vorbeiflog und einen Treffer fast unmöglich machte.

Der Milan im Flug
Auch der Steinbock in der Felswand oder der sitzende Fuchs, der von einem steilen Hang aus erlegt werden wollte, waren schwer zu toppen. Schützen mit Höhenangst hat da echt zu kämpfen, denn es ging ganz schön nach unten.

 
Der Steinbock und der Fuchs

Der Tunnelschuß auf die Gams sah leicht aus, aber durfte aber nicht unterschätzt werden. Bei einem Schuß vom Dunklen ins Helle verschätzt man sich schnell. Andere Ziele waren durch geschicktes Ausnützen der Bodenwällen ebenfalls eine Herausforderung. Kleinere Tiergruppen, wie die Biber, die schon einige Bäume umgenagt hatten, die Ratten, die sich an einem alten Baumstumpf zu schaffen machten und ein Tarnstand aus Holz und Reisig gefertigt rundeten das Bild ab.

Der Unterstand mit dem Schuß auf den Dachs

Das Catering an den 3 Dopingständen war einwandfrei und bot so ziemlich alles, was man sich wünscht. Angefangen über Kuchen, Steaks, Bratwürste, Wurst- / Käsebrötchen bis hin zum berühmten Kesselgulasch war alles aufgeboten. Ein wirklich rundum gelungenes Turnier und ein wunderschöner Tag mit Freunden. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Beteiligten und meiner supertollen Gruppe 21 (Norbert, Frank, Peter, Jürgen, David und Giulia). Es hat riesigen Spaß gemacht mit euch zu schiessen und denkt dran: Im Zweifel immer auf die "Beinlinie".... :-)

Die Bilder sind diesmal vom Profifotografen Stephan Priller gemacht, der sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Lieben Dank dafür.

Das letzte Bild stammt allerdings von mir :-)

Impression aus dem Hallgrund

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und bin gespannt, was es dann an neuen Gemeinheiten geben wird. Ihr habt euch die Meßlatte sehr hoch gelegt.

Die Bildergalerie ist nun auch online: Bilder zum Turnier

Euer Jürgen

Dienstag, 19. April 2011

Parcoursbesuch in Röttenbach bei Erlangen

Letztes Wochenende bin ich mal nach Röttenbach bei Erlangen gefahren, um mir den neuen Parcours anzusehen. Der Parcours gehört Reinhard Filgertshofer von Traditioneller Bogensport. Es war Samstag nachmittag und der Laden natürlich zu, aber ich hatte ja vorher mit ihm telefoniert und seine Frau war so freundlich mich zum Trainingsgelände zu lotsen, wo ich ihn dann traf. Nach einem kurzem Plausch und meiner Anmeldung, wo ich neben Parcoursregeln und Schießzettel auch unten abgebildetet Parcoursplan bekam, zeigt man mir den Weg zum Parcours.


Der Parcousplan

Ich möchte an dieser Stelle vorwegschicken, dass die folgenden Zeilen meine rein persönliche subjektive Meinung darstellen. Andere Parcoursbesucher mögen eine durchaus andere Meinung haben. Ich hab mich im Anschluß an meinem Parcoursbesuch intensiv mit Reinhard unterhalten und seine Antworten sind im Anschluß an meinen Bericht zu lesen.


Dort angekommen parkte ich mein Auto am Wegrand und dann ging es los. Ich war gespannt. Der Parcours ist geschätzt von der Fläche her etwa so groß wie 3 Fußballfelder und durchweg flach. Somit erwartete ich keine tollen Bergauf- bzw. Bergabschüsse, sondern abwechslungsreich gestellte jagdliche Ziele, wie es auch auf der Homepage zu lesen ist. Es gab eine gute Mischung aus Zielen der IFAA-Kategorien I-IV der verschiedensten Hersteller. Die Entfernungen waren moderat jagdlich, bedingt durch die kleine Fläche des Parcours, gestellt. Backstops gab es keine, auch das war vorher durch die Beschreibung auf der Homepage bekannt, und man muß daher damit rechnen, dass ein Fehlschuß intensives Suchen nach sich zieht, zumal der Waldboden aus Moos und niedrigen Sträuchern bestand. Mit der Wegeführung war ich, trotz obigen Parcoursplan, überhaupt nicht zufrieden. An den Zielen gab es keinen Hinweis, in welche Richtung man gehen sollte. Es gab auch keine erkennbaren Pirschpfade. Somit war ich bei jedem Ziel damit beschäftigt den nächsten Pflock zu suchen, was sich als sehr schwierig und etwas nervig erwies, da die Pflöcke teilweise im Unterholz untergingen. Der Parcoursplan war da auch nur bedingt hilfreich. Eigentlich sollte man sich ja auf das Schiessen konzentrieren und nicht auf das Suchen des nächsten Pflocks. Aber vielleicht lag es ja auch an mir und andere finden sich sofort zurecht.





Als ich zum stehenden Hirsch (Ziel 9) kam, dachte ich mir: Wow, eine schöne Tiergruppe. Ein Blick auf den Parcoursplan verriet mir aber, dass der liegende Hirsch (2. Bild rechts) zu einem anderen Ziel gehörte.Nämlich zu Ziel 13. Und als ich mich beim Pfeileziehen herumdrehte, sah ich im Unterholz Ziel 8, in dessen direkter Schußlinie ich mich befand. Ich muß ehrlich sagen, ich hatte ein mulmiges Gefühl. Aber weiter ging es. Ich war anscheinend alleine auf dem Parcours, sondierte aber trotzdem bei jedem Ziel die Lage, sodaß für mich ein entspanntes Schiessen nicht mehr möglich war. Irgendwo zwischen Ziel 20 und 23 kam ich vom Weg ab und kreuzte versehentlich die Schußbahn des Bären (Ziel 28) unten.





Ich ging den Parcours zu Ende und machte mich auf dem Weg zum Trainingsplatz. Dort traf ich Reinhard und seine Frau wieder, die mich neugierig nach meinem Eindruck fragten. Ich erzählte ihnen anhand des Parcoursplanes, was mir alles aufgefallen war. Sie nahmen meine Eindrücke dankbar entgegen. 

Im Folgenden nun die Antworten von Reinhard auf meine Kritikpunkte:

Punkt 1: Die fehlende Wegführung
Es wird in den nächsten Wochen noch eine Ausschilderung erfolgen, damit man sich auch ohne Parcoursplan zurechtfindet.

Punkt 2: Sich kreuzende Schüsse
Der Parcours ist in 2 Segmente unterteilt, welche durch einen Forstweg getrennt sind. Es werden lediglich alle 1,5 Stunden 1 Gruppe in das jeweilige Segment gelassen, sodaß sich überkreuzende Schüsse nicht vorkommen können. Dies wird durch das Parcoursbuch, welches sich immer bei Reinhard befindet, sichergestellt.

Der Parcours ist noch sehr neu, sicherlich noch nicht perfekt und hat eine Chance verdient. Die Kritikpunkte wurden positiv aufgenommen und es wird sich auf dem Parcours in naher Zukunft sicherlich einiges, auch in punkto Sicherheit, noch tun. Ich persönlich werde den Parcours irgendwann wieder mal schiessen und dann mal sehen, was sich so alles getan hat.

Ich wünsche Reinhard und seinen Vereinskollegen jedenfalls viel Erfolg mit dem Parcours.

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage: http://www.traditioneller-bogensport.de

Euer Jürgen

Donnerstag, 14. April 2011

Franken auf dem Hummelhof

Das letzte Wochenende war ideal für das Bogenschiessen und so traf sich eine illustre Runde aus fränkischen Bogenschützen zwecks gemeinsamen Stöckchenwegwerfens auf dem Hummelhof bei Oberaurach. Mit von der Partie waren Holz-Michel, Ronny samt Sohn, Dagmar und ich. Am Parklatz angekommen wurde erstmal gevespert. Am Einschießplatz trafen wir auf einen ganz in Leder mit Sonnenbrille und kompletter Am-Mann-Outdoor-Ausrüstung ausgestattet und gekleideten Bogenschützen. Bei näherem Betrachten stellt sich der Ledermann als Ralf (Nickname: spiesheimer) heraus. Nach einem kurzem Schwätzchen schloss Ralf sich uns spontan an. So ging es erstmal auf den Einschießplatz, um sich, bei 26 Grad Außentemperatur, warm zu schiessen.


Rolf hatte den Parcours teilweise neu gestellt und auch 2 4D-Ziele (2 laufende Keiler) eingebaut. Wir waren also gespannt. Die Gruppe war gut gelaunt, die Sonne trug ihren Teil dazu bei, so war es nicht verwunderlich, dass uns ab und an der Schalk im Nacken saß.


Uns wurde nicht zuviel versprochen, der Parcours hatte an Klasse dazugewonnen. Dagmar und ich waren uns einig, dass dies unser absoluter Lieblingsparours in der näheren Umgebung ist.


Ca. nach der Hälfte des Parcours fragte ich dann Ralf, wie man es bei diesen Temperaturen in dem schwarzen Lederkombi eigentlich aushalten könne und ob ihm schon das Wasser in den Stiefeln stehen würde. Irgendjemand brachte sogar den Begriff "wandelnde finnische Sauna" auf. Ralf steckte dies aber mit einem Lächeln weg, wie man gut auf dem unteren Bild sehen kann......



Nach getaner "Arbeit" freuten wir uns dann alle auf ein kühles Bierchen im Biergarten des Hummelhofes, wo wir nochmals den Tag Revue passieren ließen. Alle waren sich einig, es war ein gelungener Tag in lustiger Athmosphäre. Völlig enstpannt.


Ich freue mich schon auf das nächste Mal. Lieben Dank an alle für den schönen Samstag.
Hier noch ein kleines Stilleben:



Copyright der Bilder: Ronny Schönheiter und meine Wenigkeit
Euer Jürgen

Sonntag, 10. April 2011

 
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