Am Wochenende fand auf der Kunigundenruh bei Bamberg das 25. Jagdbogenturnier der Jagdbogenschützen Bamberg statt. Es war zugleich das Gedächtnisturnier für Manfred Wehner, der den traditionellen Sport auf die "Kuni" brachte. Also Jubiläumsgeschenk bekam daher jeder Bogenschütze einen Aufkleber und einen Aufnäher mit dem Vereinslogo. Schöne Idee. Für mich war es ebenso ein besonderes Turnier. Ich startete zum 1. Mal mit meinem selbstgebauten Langbogen. Einen "Pharao". Meine Erwartungen waren nicht allzu groß, waren doch einige erfahrene Langbogner angetreten. Also war es mein Ziel, es den Langbognern so schwer wie möglich zu machen. Geschossen wurde an 2 Tagen jeweils ein 3-Pfeilrunde. Ich startete meine Runde mit meinen Bambuspfeilen, was sich als Fehler erwies. Ich hatte diese am Wochenende vorher erst gefertigt und kaum geschossen. So war es nicht verwunderlich, dass ich auf der 1. Hälfte der Runde 6 Fahrkarten schoss. Der Frust war dementsprechend groß. Also beschloß ich auf die Fichtenpfeile zu wechseln. Von da an lief es besser. Ich schoss auf der restlichen Runde 10 meiner 12 Kills an diesem Tag und beendete die Runde mit 380 Punkten. Also ich am nächsten Tag auf die Auswertung schaute, konnte ich es kaum glauben. Platz 9!! Wow, wer hätte das gedacht. Offensichtlich haben sich viele mit den Abzeichnungen an den Tieren und dem verkleinerten Körperbereich schwer getan. Dementsprechend gut gelaunt ging ich in die 2.Runde, was zudem an meiner tollen Gruppe 17 lag, mit der selbst der verregnete Morgen zur Lachnummer wurde.

Regenschutz beim Schuß ist wichtig :-)
Was soll ich sagen, es lief wie am Schnürchen. Keine Fahrkarte, 15 Kills, sodaß am Ende 458 Punkte auf meinem Zettel standen. Ich konnte es kaum glauben. Durch das sehr gute Ergebnis am 2.Tag machte ich nochmal 3 Plätze gut. Somit schloss ich mein 1.Langbogenturnier mit dem 6. Platz ab. Für mich ein riesen Erfolg. Ich denke mal, ich werde nächstes Jahr wieder mit dem Langbogen antreten.
Das Turnier war sehr gut gestellt, allerdings waren die Abzeichnungen sehr schwer zu erkennen, sodaß sich bei näherer Betrachtung der Treffer sich manche Überraschung bot. Was wie guter Körpertreffer aussah, mußte keiner sein. So kam es vor, dass man oft zur Sicherheit 3 Pfeile schiessen mußte, was auf die Länge des Parcours ziemlich anstrengend werden konnte. Ferngläser halfen bei den schlechten Lichtverhältnissen auch nicht wirklich. Hier gibt es noch Verbesserungsbedarf.
Dennoch lieben Dank an die Bamberger und meine Gruppe 17 (Alexander, Steffen, Frank, Matthias und am 2.Tag Armin) für 2 tolle Tage.
(v.l.n.r.: Alex, Steffen, "Paule", Ich, Armin und Frank)
Bilder: Armin Wehner