A Turnierla bei de Obäfrangn

oder die Geschichte von den tapferen "Eiszapfinnen" und "Eiszapfen"

Coburg, 19.12.09, 7:30 Uhr. Heute soll das Turnierla bei de Obäfrangn stattfinden. Ich stehe auf und sehe auf das Thermometer am Fenster. Es zeigt sage und schreibe -15 ° Celsius an. Brrrrrrr dachte ich mir und überlegte, ob ich nicht doch besser im Bett bleiben sollte. Aber ein Weichei wollte ich auch nicht sein, zumal ich mich auf das Treffen mit den anderen FAler und Nicht-FAlern freute. Also rein in die Thermounterwäsche, heißen Kaffee intravenös (Doppelwirkung: Koffein zum Wach werden und Wärme direkt ins Blut) verabreicht. Und los ging es auf die Piste Richtung Bamberg, wo ich mich mit Dagmar und Armin verabredet hatte. Mit ca. 50 km/h fuhr ich dann ca. 20 km hinter 2 Schneepflügen her. Ich dachte mir, dass kann ja was werden. Minusgrade und leichtes Schneetreiben. Irgendwann traf ich dann in Bamberg ein und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zu Pit in das sagenumwobene Bindlach, diesmal mit 80 km/h. Aber anscheinend für manche LKW-Fahrer immer noch zu langsam. Dagmar entpuppte sich als Heizungsbauer, die ihre Schuhe mit kleinen Heizkissen präparierte, um ihre Füße warm zu bekommen. Bei Frauen m.E. völlig unmöglich. *grins* Ok. In Bindlach angekommen, erwarteten uns bereits seltsam vermummte Gestalten, so daß ich dachte, wir wären auf einer Demo gelandet. Diese Gestalten entpuppten sich dann aber als die üblichen "Verdächtigen", also Bogenschützen. Na kurzer Begrüßung rief Pit dann auch schon zum Turnier.

Aufstellung zum Robin-Hood-Schuß

Das Ziel

Er hatte sich was Tolles ausgedacht. Jeder Schütze konnte 3 Pfeile auf jeweils 3 Pfeilreste schiessen. Wem dieser "Robin Hood"-Schuß gelang, dem winkte ein MP3-Player als Preis. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass der Player leider in Bindlach blieb.

Danach ging es auf den Parcours. Da bei der Kälte sogar die Kugelschreiber ihren Geist aufgaben, entschloß meine Gruppe (Armin, Andreas, Werner und ich) ohne Zählen zu schiessen, einfach nur zum Spaß. Die Ziele waren schön und abwechslungsreich gestellt, allerdings oft mit einer kleinen Kletterpartie und einer Bachüberquerung verbunden. Nur nicht fallen und nass werden hiess die Devise.

Armin beim Schuß auf die Cobra

Auf dem freien Feld erwarteten uns ebenfalls ein paar schöne Ziele. Allerdings erschwerte uns der eiskalte Wind etwas das Schiessen. Er ging wirklich durch Mark und Bein.

Kleines Bildrätsel. Welches Tier passt nicht in die Gruppe????
Richtig. Der Geier rechts. Oder war es der Gorilla???????? Egal.

Durchgefroren (Meine Fußzehen füllten sich wie unförmige Klumpen an) ging es zurück zum Ausgangspunkt, wo uns bereits die Anderen, versammelt um diverse Feuerstellen, erwarteten. Es wurden diverse Witze gemacht, ich könne mich mit Reinhold Meßner zusammentun. Schließlich würde er ohne Zehen auch ganz gut leben,...... *grrrrr* Um dem vorzubeugen, wurden erstmal die Füße aufgetaut.

Ein Grill diente als Auftaustation

Der Humor ging auch nicht verloren.
(Armin bei einer seltsamen Art ein Bambärcher Hörnla zu essen)

Pit war der der perfekte Gastgeber. Er war ständig am werkeln, ob es Glühweinkochen war oder das Warmmachen des leckeren Linseneintopfes von Dagmar. Auch sorgte er ständig für Holznachschub, damit es uns weiterhin warm war.

Pit, der Gastgeber

Hier kocht der leckere Glühwein

Essen gab es in Hülle und Fülle

Lediglich das Bier musste etwas aufgewärmt werden. Zu was ein Grill alles gut ist.

Fazit, Es war ein sehr schöner Tag und es hat viel Spaß gemacht euch alle mal wieder zu treffen. Ich hoffe man sieht sich dann im März wieder, dann aber zu etwas wärmeren Temperaturen. Vielen Lieben Dank an Pit für die Einladung und Ausrichtung. Ich komme gerne wieder.

Prolog

Mit diesem Turnier ist nun die Saison 2009 abgeschlossen. Es war ein schönes Turnierjahr und ich freue mich schon auf 2010. Am 02.01.2010 geht es schon in die neue Saison.

Bis dahin, allen Lesern und und Nichtlesern, Bogenschützinnen und Bogenschützen nebst Familien, besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer Jürgen





Sonntag, 20. Dezember 2009