14. Jagdbogenturnier Reuth 2010

.... oder auch "Vom Winde verweht"

Anfang März. Das Turnier in Reuth stand an. Ich hatte schon vieles über dieses Turnier gehört, so zum Beispiel, dass man gerne weit stellte. Ich war gespannt. Petrus  hatte uns in der Nacht 10 cm Schnee beschert, sodass die Anreise sich als wahre Rutschpartie erwies. Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass es in Oberfranken mehrere Reuth gibt und ich natürlich, wer sonst, das falsche Reuth (bei Burgkunstadt) in sein Navi eingegeben hat. Schon interessant, wenn man in einem Kaff mit 3 Häusern steht und sich fragt, wo soll hier ein Turnier stattfinden und wo sind all die Autos??? Navi gecheckt und sie da, 1 Seite weitergeblättert, wäre das richtige Reuth (bei Hochstadt) gewesen. Ok, mea culpa. Also weiter ging es über verschneite Strassen. Nach ca. 25 km Umweg kam ich dann endlich an. Man verwies mich mit meinem "Unterlegkeil", wie Stefan aka Buddler aus dem FA mein Auto gerne nannte, auf den Parkplatz am Sportplatz. Ich erwiderte: "Wenn ich da parke, komme ich mit Sicherheit nicht mehr raus". Bilder aus Helmstadt vom letzten Jahr schossen mir in den Kopf. Insider wissen, was ich meine. Einer der Reuther bot mir dann freundlicher Weise einen Platz in seiner Hofeinfahrt an, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. Geparkt, Gerödel gepackt und los marschiert. Der Tag versprach schön zu werden, denn es schien die Sonne. Wie gesagt, versprach. Petrus hatte allerdings mit uns etwas Anderes im Sinn. Die ersten Vorboten war leichte Luftbewegungen (nicht das was ihr jetzt denkt). Na gut, im Wald stört das nicht. So ging es ans Schiessen.

Armin beim Schuß

Die Reuther hatten sich wirklich was einfallen lassen. Der Schuß auf das "fliegende Schwein" war einfach super. Auch das Hasenkarussell einfach klasse.

                     Hier sieht man den Schuß sehr schön                          Nur ein Reuther "drehte am Rad"

Auf dem Weg zum nächstem Ziel, dem Eisbären, fielen uns verschiedene Möglichkeiten ein, wie man das fliegende Schwein ersetzen könnte. Am Besten gefiel mir die Version "Fliegender Holländer", ich glaube von Stefan. Ein Wohnmobil mit gelben Nummernschildern, das wärs. Ich hab mich weggeschmissen vor Lachen. Wie grad erwähnt kam dann der Eisbär. Als wir den geschützten Wald verließen, traf uns der eiskalte Wind mit voller Wucht. Wo war die Sonne geblieben??? Meine Hoffnungen, dass es im Laufe des Turnieres, besser werden würde zerstreuten sich sehr schnell. Also ran an den Eisbären in seiner natürlichen Umgebung: Minusgrade, Schnee und Eiswind.

Ich beim Schuß auf den Eisbären. Was man hier nicht sieht, ist dass der Wind sehr an Kleidung und Bogen zerrte.

Zwischendurch ging es wieder ein Stückchen durch den Wald, dann wieder freies Feld. Beim Schuß auf den Bison haben wir sogar für den Schützen einen Schutzmauer aufgebaut, was aber so ziemlich egal war, da die Pfeile auf Grund der Windböen sowieso quer flogen. Schaute irgendwie witzig aus. Naja.

Es gab insgesamt 3 Dopingstationen, wo man sich zwischendurch aufwärmen konnte. Was auch dringend nötig war.

Gruppe 15 beim Aufwärmen am Feuer

Man muss gestehen, das Turnier war von den Reuther sehr schön und vor allem sehr anspruchsvoll gestellt. Was mir normalerweise sehr entgegenkommt, aber das Wetter war einfach nicht mein Fall. Da können aber die Reuther ja nix für.

Schwierige Schüsse, wie man an der Haltung des Schützen gut sehen kann und so manches Erfolgserlebnis

Ich danke den Reuthern für ein toll gestelltes Turnier, die gute Verpflegung (Gulaschsuppe, Bratwürste,...), die tollen Ideen (fliegendes Schwein, Hasenkarussell) und meiner Gruppe 15. Bis nächstes Jahr, dann hoffentlich bei angenehmeren Temperaturen.

Euer Jürgen

Ergebnisse gibt es übrigens auf der Seite: www.3d-jagd.de von Ralf Kolb

Bilder (wie immer): Armin Wehner

Dienstag, 16. März 2010