Osterausflug mit der Familie nach Alfeld

Meine Familie und ich hatten am Wochenende kurzfristig beschlossen einen Osterausflug nach Alfeld auf den Parcours zu machen. Das Wetter lud ein und so machten wir uns am Vormittag auf  zum BowVision-Parcours nach Alfeld. Nach ca. 1,5 h Autobahn kamen wir ohne uns zu verfahren am Einschießplatz an. Auf dem Parkplatz stand schon einige Autos und ich hoffte, wir kommen ohne Stau durch den "nur" 3-Km langen, aber mit 30 Zielen bestückten, Parcours. Also Gerödel ausgepackt und erst mal zum Einschießen an die Scheiben. Dort trafen wir Jürgen aus Regensburg, der sich spontan unserer kleinen Gruppe anschloß. Nach ein paar schönen Gruppierungen meinerseits ging es dann auf den Parcours. Ich war gespannt, denn die Bilder im Internet und die diversen "Lagerfeuererzählungen" anderer Bogenschützen versprachen einen abwechslungsreichen und schweren Parcours. Mein Bruder Roland war das 1. Mal auf einem Parcours und das gerade mal nach einer 1-tägigen Intensiveinführung im Bogenschiessen (3 Stunden auf dem Trainingsplatz) durch mich. Wie würde er abschneiden? Ich hatte mir Schußzettel aus dem Internet ausgedruckt, sodaß wir alles dokumentieren konnten. Dagmar war nach einem halben Jahr Winterpause auch wieder dabei und freute sich ebenso frische Parcoursluft zu schnuppern. Die ersten Ziele waren moderat und sehr gut zu bewältigen. Mein 1. Eindruck durchweg positiv, vorallem wie die Tiere teilweise in die felsige Landschaft eingegliedert waren, so als gehörten sie genau dorthin.

Roland beim Schuß auf die Wildschweinrotte

Zwischendurch trafen wir andere Parcoursbesucher, aber der erwartete Stau blieb aus. Regelrechte Volksfeststimmung verbreitete eine Familie mit ihren Kindern, wo jeder Treffer von der gesamten Familie mit lauten Jubeln gefeiert wurde. Die richtige Motivation für Kinder, wie ich finde.

Weiter ging es für uns bergauf und bergab durch den Parcours. Wie ich schon sagte, eine beeindruckende Waldlandschaft mit vielen Felsengruppen, wo sich tolle Schüße ergaben.

Jürgen II beim Schuß auf den Dammhirsch. Sehr gut zu sehen das wechselnde Licht- und Schattenspiel

Meine Wenigkeit beim "Aufmunitionieren" und beim Schuß

Auch Dagmar stellte ihr Können beim Hirsch unter Beweis

Nach dem Dammhirsch wartete der laufende Keiler auf uns, der, an einem Drahtseil befestigt, den Berg nach unten "raste". Nicht leicht, aber machbar. Weiter ging's. Plötzlich brach aus dem Gebüsch ein Stegosaurus. Wir waren mit einem mal Millionen Jahre zurückversetzt. Was war passiert??? Gab es einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum? Oder eine Subraumanomalie??? Wir werden es nicht erfahren. Im Kampf mit dem Stegosaurus blieben wir Sieger und konnten somit weiter unseres Weges ziehen. Allerdings nun mit einer gehörigen Portion Wachsamkeit. Bilder vom Stegosaurus gibt es leider nicht. Wer macht schon im Überlebenskampf zwischen Mensch und Dino noch Bilder. Wie durch ein Wunder fanden wir wenig später wieder in unsere Zeit zurück und wir standen wahrlich vor einem Berg von Aufgaben. Aber zuerst beäugten uns mißtrauisch 2 Steinböcke vom Felsen herunter.

Dagmar, den Steinbock fest im Blick

Den Berg erklommen machten wir erstmal Pause und über die mitgebrachten Brötchen her. Bei einem Zigarillo schaute ich mir dann die nächsten Aufgaben an, die es zu bewältigen gab. Es tummelten sich unterhalb des Plateau Ratten, Kojoten und Wildschweine. Eine Herkulesaufgabe also. Na gut. Das "Besteck" zurechtgemacht und losging die Jagd. Erst die Ratten, die sich über einen Gänsekadaver hermachten, dann die Wildschweine und zum Schluß die Kojoten. Zum Glück hatten wir genügend Pfeile dabei. 

So langsam näherten wir uns dann auch schon dem Ende. Der Himmel bewölkte sich und es wurde langsam kalt. Wir beschlossen daher den schönen Tag zu beenden. Wir verabschiedeten uns von Jürgen II und machten uns auf den Heimweg mit einem kurzen Zwischenstopp auf eine Brotzeit in Loffeld am Fuße des Staffelberges. Insider dürfte dieser Ort ein Begriff sein. Bei einem Glas Bier ließen wir den Tag nochmal Revue passieren. Mein Bruder Roland konnte mit seinen 184 Punkten sehr zufrieden sein. Auch Dagmar hatte die Winterpause gut überstanden und machte 252 Punkte. Ich allerdings war mit meinen 430 Punkten alles andere als zufrieden, zumal ich bei den Kojoten nebst Pfeilbruch auch noch eine Fahrkarte geschossen hatte. Abhaken.

Fazit: Sehr schöner liebevoll gestellter Parcours. Sehr zu empfehlen.

Wen es interessiert, hier der Link zur Internetseite: BowVision Parcours in Alfeld

Dienstag, 6. April 2010