Neubrunn 2010 - Das Turnier

Endlich war es wieder soweit. Das Turnier in Neubrunn 2010 stand an. Berühmt geworden u.a. durch letztes Jahr, als Andreas und seine Leute 111 (!) Tiere stellten. Heuer waren es deren 45. Wer Andreas kennt, weiß, dass er weniger die Entfernungen, sondern eher das trickreiche Stellen liebt.

So kam es auch, aber fangen wir von vorne an.

Freitag, 07.05.2010

Gegen 10 Uhr machten Armin und ich uns auf, um nach Neubrunn zu fahren. Wir hatten uns entschieden die Zelte mitzunehmen, um die Nacht in Neubrunn zu verbringen. Vollgepackt mit allen Utensilien, die man zum Zelten braucht, ging es los. Die Fahrt ging problemlos von statten. Wir machten sogar einen kleinen Zwischenstopp in Gerbrunn bei Würzburg, um uns ein wenig zu stärken. Wir hielten bei einem Italiener, der mir aus früheren Zeit gut bekannt waren. Armin bestellte ein "Wagenrad" von einer Pizza und ich Farfalle in Currysauce. Lecker. Gestärkt machten wir uns auf die 2. Etappe. Ohne Stau kamen wir dann am frühen Nachmittag auf dem Zeltplatz in Neubrunn an. Andreas und andere FAler begrüßten uns freundlich und wir streiften über den Zeltplatz, um eine geeignete Stelle für unser Zelte zu finden. Die wir auch fanden. Ein ruhiges Eck im hinteren Teil des Zeltplatzes. Wir packten gerade aus, als es leicht zu nieseln anfing. Schnell aufbauen war jetzt die Devise. Nach wenigen Minuten standen unsere Zelte und der Pavillion.

Rechts im Bild mein bescheidenes Zelt und links das Tipi von Armin

Nachdem alles in den Zelten verstaut war, machte ich mich auf eine befreundete Familie in der Nähe von Neubrunn zu besuchen, während Armin den Anderen half den Einschießplatz aufzubauen. Vielen Dank an dieser Stelle an Armin, der mir für meinen Kurztripp sein Auto geliehen hat. Als ich zurück war, machten wir uns auch sogleich ans Kochen. Es gab Nackensteaks mit Kartoffeln und viel Zwiebeln, zubereitet in einen speziellen Kochtopf, den Armin mitgebracht hatte. Mir fiel die Aufgabe des Kartoffel- und Zwiebelschälens zu. Nach 1,5 h schmoren im Topf war das Essen fertig.

Lecker Schmortopf

Vom Geruch angezogen, trafen auch schon die ersten Gäste bei uns ein. Peter (Pit) und sein Sohn Nico (Zöck). Sie bauten sogleich ihren Grill noch auf und so machten wir uns vor den Zelten gemütlich.

 
Pit bei einem gemütlichen Bierchen

Als es dann dunkel wurde, zündeten wir noch ein kleines Lagerfeuer an und genossen den Abend. Mit der Zeit gesellten sich noch Stefan (buddler), sein Sohn Michi und Dagmar (Elfe) zu uns. Ein kleiner Frankenstammtisch sozusagen. Gegen Mitternacht ging es dann ins Bettchen, schließlich wollten wir ja am nächsten Morgen für das anstehende Turnier fit sein.

Samstag, 08.05.2010 - Turniertag

Gegen 7 Uhr wurde ich von Armin, "bewaffnet" mit einem Becher heissen Kaffee, geweckt. Leicht gerädert von der Nacht zog ich mich an und stand auf. Erstmal Knochen sortieren und dann Morgentoilette, um wach zu werden. Zwischenzeitlich füllte sich der Zeltplatz zunehmend und immer mehr Bekannte und Freunde trafen ein. 

Es wurde immer voller

Zwischendurch ging runter zum Einschießplatz, um mich etwas warm zu schiessen. Dort war sehr viel Betrieb und man hatte kaum Platz. Schnell ein paar Pfeile geschossen, die fast alle zu weit links lagen, Kein gutes Omen für den Tag. Naja. Wir werden sehen. 

Der Einschießplatz

Ich dachte mir, wenn nix zusammenläuft, dann eben nicht. Ich wollte zumindest einen schönen Tag mit Freunden verbringen. Wir (Peter, Nico, Stefan, Michi, Armin und ich) hatten uns bereits am Vortag in die Gruppe 8 eingeschrieben. 

Die Gruppe 8 (leider ging Armin nicht mehr auf das Bild)

Eine lustige Truppe, die einen super Tag versprach. So kam es dann auch. In seiner Ansprache hatte Andreas (Steinmann) angekündigt: Zitat: "Ich habe so gestellt, wie es mir gefallen würde zu schiessen.". Was das bedeutete, wussten so ziemlich alle Teilnehmer und Neubrunn-Erfahrenen. Jagdliche Entfernungen mit trickreichen Schußkanälen. Wie trickreich, erkannte man an den  Tänzchen, die die Schützen am Pflock aufführten, um die geeignete Schußposition zu finden. Interessante Ziele gab es auch zu bestaunen, so z.B. verschiedene Dinosaurier, Riesenraupen und ein Wolpertinger, um nur einige zu nennen.

Der Säbelzahntiger - Nico, Michi und Pit beim Begutachten der Treffer

Stefan bei Schuß auf den Dinosaurier

Zwischendurch immer der bange Blick zum Himmel. Hält das Wetter??

Ein interessanter Pfeilbruch von Armin. Wie hat er das wohl hinbekommen?

Auf unseren Weg druch den Parcours sahen wir im Wald plötzlich eine seltsame Szene. Was war da los?? Ein Heiratsantrag mitten im Wald??? Ein Bitte um Verzeihung?? Wir wissen es nicht.


Die besagte Szene



Oben ein Beispiel für einen dieser trickreichen Schußkanäle. Die Aufnahme ist näher, als der Pflock tatsächlich stand. Von der Astgabel aus waren es noch ca. 15 m bis zum Pflock und zwischen Astgabel und Tier nochmal ca. 10 m. Die Gabel war sehr eng und man mußte schon sehr präzise schiessen, um durch zu kommen. Eine echte Herausforderung. 

Stefan und ich mit einem Centershot auf den Fuchs

Armin, der fleißige Schreiber

Nach 45 Stationen kamen wir dann schließlich etwas müde am Zeltplatz an, wo wir uns stärkten und mit den anderen Schützen austauschten. Inzwischen ließ sich auch die Sonne wieder blicken. Irgendwie versöhnlich für den teilweise trüben Tag. Für mich gesehen, war es ein sehr schöner Tag und  ich möchte mich daher bei meiner Gruppe 8 und natürlich Andreas inkl. Helferlein bedanken. Meine Einschießprobleme setzten sich zum Glück nicht weiter fort, sodass am Ende ein sehr guter 8. Platz für mich heraus sprang. Ich konnte also hoch zufrieden sein.

Armin und ich fuhren dann in Richtung Heimat. Die Zelte blieben stehen, da wir ja vorhatten am Mittwoch zum FA-Treffen wieder zu erscheinen, welches bis Sonntag andauert. Ich freue mich schon darauf. Natürlich wird es auch von diesem Treffen einen Bericht geben.

Euer Jürgen

Dienstag, 11. Mai 2010