Parcoursbesuch in Camburg / Saale

Am Freitag machten Dagmar und ich uns spontan auf den Parcours der Camburger Bogenschützen in der Nähe von Camburg an der Saale zu besuchen. Ich hatte den Parcours durch Zufall im Internet entdeckt und der Beschreibung nach sollte es ein interessanter Parcoursgang werden. Nach ca. 1,5 h Fahrt gelangten wir nach Camburg am Fuße der Burg, wo wir uns erstmal mit Proviant eintdeckten, denn der Parcours war mit 4 Stunden ausgeschrieben. Zur Stärkung vorher noch kurz eine Thüringer Bratwurst und dann ging es los. In Stöben kauften wir in einem Hofladen unsere Tagestickets für 8 Euro pro Person, was angemessen war. Zurück zum Parkplatz und los ging es. Der Einschießplatz war zugleich Start und auch Ziel.

Der Einschießplatz

Verschiedene gelbe Wegweiser wiesen uns den Weg, aber dennoch schafften wir es uns am Anfang fast zu verlaufen. Ein Glück, dass der zuständige Jagdpächter zufällig des Weges kam und uns freundlich wieder auf Spur brachte. Wir hielten mit ihm ein kurzes Pläuschen, wobei er uns erzählte, dass er dem hiesigen Schützenverein angehöre und sie die Bogenschützen mit ins Boot geholt haben. Er stellt für den Parcours sein Jagdgebiet zur Verfügung und unterstützt so unseren Sport. Super Sache und Dank an dieser Stelle an ihn. Ich bedaure, dass nicht alle so wie er denken.

Die gelben Wegweiser

Der Parcours führt fast ausschließlich durch den Wald am Hang über der Cyriaks-Ruine und hat wirklich einige Gemeinheiten parat. Es gibt einen Sommer- und einen Winterparcours mit insgesamt 31 Zielen, der Winterparcours ist kürzer und umfasst nur 25 Ziele, da der Steilhang mit 6 Zielen aus Sicherheitsgründen ausgelassen wird. Im Sommer sollte man auf alle Fälle den kompletten Parcours schiessen, denn mit seinen exotischen Tieren und Dinosaurieren ist er schon sehens- und schiessenswert. Auch hier wurde das Gelände sehr gut ausgenutzt. Nachdem man am höchsten Punkt angekommen ist, geht es ständig bergab in Richtung Cyriaks-Ruine, wo ein überdachter Picknickplatz mit toller Sicht auf die Ruine zur Rast einläd.

 Der Schuß auf die Cobra

Steiler Bergabschuß auf ein stehendes Reh

Die Cyriaks-Ruine ist das einzige aus der Jahrtausendwende erhaltene Gebäude in Thüringen und war ehemals eine Pfarrkirche. An den heutigen Resten kann man das noch sehr gut erkennen. Da gerade die Sonne schien, blieben Dagmar und ich eine Weile und genossen die Umgebung.




Danach ging es wieder in den Wald, um die restlichen Ziele zu schiessen. An einer Stelle war leider nur eine Zielscheibe angebracht, darüber eine Vermisstenanzeige. Hier war ursprünglich ein stehender Bär, der leider gestohlen wurde. Ich hoffe, sie finden die Diebe. Ich finde sowas unbeschreiblich. Inzwischen sind alle Tiere mit starken Drahtseilen gesichert. Ich finde es nur traurig, dass sowas überhaupt notwendig ist.

Hier war mal der stehende Bär....

Der Frosch zum Schluß

Als letztes Ziel, kurz vor dem Parkplatz, wartete noch ein Riesenfrosch auf uns und dann waren wir fertig. Es fing auch wieder das Regnen an, sodaß wir froh waren ins Auto zu können. Unten seht ihr den Parcoursverlauf, den ich von der HP der Camburger Bogenschützen ausgeliehen habe. Der Parcours ist sehr schön gelegen und auch sehr anspruchsvoll. Er verfügt über alle Schwierigkeiten und verläuft teilweise in sehr steilen Gelände. Kondition und gutes Schuhwerk ist zu empfehlen. Ich denke, die Camburger haben ihr ein Meisterstück abgeliefert. Wir kommen sicherlich gerne wieder hierher.

Der Parcoursverlauf
Quelle: HP der Camburger Bogenschützen - www.bogenparcours-camburg.de

Zum Schluß noch ein kleiner Ausflugstipp. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich Dornburg mit seinen Dornburger Schlössern. Wir haben dorthin einen kleinen Abstecher gemacht und waren total begeistert. Diesen Besuch sollte man auf jeden Fall einplanen.


Einfach sehenswert - Die Dornburger Schlösser

Euer Jürgen

Sonntag, 26. Juni 2011